GARAGEN(T)RÄUME
Premiere
Fr 18. September 2026
Weitere Aufführung
Sa 19. September 2026
Die FORMATION SILVIA kehrt zurück – diesmal nicht ins Theater im Pumpenhaus, sondern auf neuen Boden: ins York-Quartier in Münster-Gremmendorf.
Das Gelände, einst militärischer Stützpunkt, wird heute zu einem neuen Wohnviertel umgestaltet – ein Ort im Wandel zwischen Vergangenheit und Zukunft. Genau dieser Übergang bildet den Kern von GARAGEN(T)RÄUME: Wie verändert sich ein Raum – oder ein Leben – zwischen Ist und Soll? Was bleibt, wenn Neues entsteht? Und wie viel Chaos, Geschichte und Erinnerung dürfen bleiben, wenn man versucht, Ordnung zu schaffen?
Die FORMATION SILVIA zoomt dabei ins Lokale: in die Garagen von Gremmendorf, wo Dinge, Erinnerungen und Sehnsüchte lagern. Die Performer sprechen mit Menschen aus dem Viertel und über Ländergrenzen hinweg – in der Schweiz, Kolumbien, Nigeria und den Niederlanden. So entsteht ein internationales Garagenarchiv – komisch, ehrlich und menschlich – über das Aufbewahren, das Loslassen und die Sehnsucht nach dem idealen Raum.
Doch im Mittelpunkt stehen nicht die Garagen selbst, sondern die Menschen hinter ihnen. Die Garage wird zum Sinnbild eines inneren Raumes – eines Ortes, der Erinnerungen, Sehnsüchte, Hoffnungen und Widersprüche birgt. Sie kann sich öffnen oder verschließen, zeigt, was sichtbar werden darf, und bewahrt zugleich das Verborgene. GARAGEN(T)RÄUME begreift die Garage als Metapher für die Innenräume des Menschen und fragt danach, was wir von uns preisgeben, was wir schützen und warum gerade das Unperfekte oft am meisten über uns erzählt.
Die Performance spürt dem zutiefst Menschlichen nach: der Überforderung im Versuch, Ordnung zu schaffen, der Scham, die eigenen Innenräume zu öffnen, und dem liebevollen Scheitern an der eigenen Neuordnung. Gerade im Unvollkommenen zeigt sich der Mensch – verletzlich, komisch und echt.
„Meine Garage ist eine Katastrophe! Aber bei Menschen, deren Garage ganz ordentlich ist – da stimmt doch etwas nicht …“
Ein poetisch-humorvoller Abend über das Chaos und die Sehnsucht nach Klarheit, über das York-Quartier im Wandel und darüber, dass im Unfertigen, in diesem „Between“, oft schon das Neue beginnt.
Performance und Tanz Emmanuel Edoror, Marcela Riuz Quintero, Matthias Maat Künstlerische Leitung, Konzept und Regie Silvia Jedrusiak Choreografie Marcela Ruiz Quintero Partnerin in Crime Christina Flick, Lennart Aufenvenne Grafik Erich Saar Pressefotos Thomas Mohn Öffentlichkeitsarbeit Rita Roring
Eine Produktion von Formation Silvia Gefördert durch Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Kulturamt der Stadt Münster Unterstützt von Wandelbar, York:Kasino – Erinnern – Begegnen – Gestalten e.V., Tayibat, Treff C, Lebenshilfe Münster, Wohn + Stadtbau, Münster Marketing, Familie & Freund:innen

